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Froschrad

Einfach losradeln… BERLIN CALLING

Official portrait of Vladimir Putin

Offizielles Foto von Wladimir Wladimirowitsch Putin, Russische Föderation, vorher CCCP, Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Moskau, Kreml

Dresden – Die fünf Jahre, in denen Rußlands Ministerpräsident Wladimir Wladimirowitsch Putin – Владимир Владимирович Путин (59) in Dresden arbeitete, sind bis heute voller Geheimnisse und Rätsel. Nun kommt heraus, daß der BND den damaligen KGB-Mitarbeiter Владимир Владимирович Путин ausspionierte und pikante Dinge über sein Privatleben herausfand.

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1985 bis 1990 arbeitete Rußlands heute mächtigster Mann Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин in Dresden – für den Geheimdienst KGB. Wladimir Wladimirowitsch Putin lernte fleißig Deutsch, trank gern Radeberger, war Mitglied im Anglerverein und Stammgast in der Kneipe „Am Thor“. Angeblich warb der schüchtern wirkende junge Mann Владимир Владимирович Путин neue Spione an.

Wladimir Putin lebte von 1985 bis 1990 am Waldschlößchen in Dresden

Wladimir Putin lebte von 1985 bis 1990 am Waldschlößchen in Dresden

Doch genau solche hatte der Bundesnachrichtendienst auch auf Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин angesetzt. Denn wie BND-Experte Erich Schmidt-Eenboom (58) jetzt in der „Berliner Zeitung“ enthüllt, wurde eine mit allen Wassern gewaschene Doppelagentin, getarnt als Dolmetscherin, in die Dresdner KGB-Zentrale (Radeberger Vorstadt) eingeschleust.

Sie hieß Lenchen Sch., stammte aus einer baltendeutschen Familie und erschlich sich geschickt das Vertrauen von Putins Ehefrau Ljudmila (heute 53)!

Offensichtlich war die Putina, die mit ihrem Ehemann und der ersten gemeinsamen Tochter Maria (heute 26) nach Dresden zog, recht mitteilsam. In ihrer Wohnung im dritten Stock des DDR-Plattenbaus Radeberger Straße 101 heulte sie sich bei Lenchen Sch. aus.

In Geheim-Dossiers des BND über Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин aus dieser Zeit sollen laut „Berliner Zeitung“ sogar Berichte über häusliche Gewalt und sexuelle Affären liegen.

Dies gibt dem Gerücht Nahrung, daß der zum Oberstleutnant und Dresdner Vize-KGB-Chef beförderte Wladimir Wladimirowitsch Putin bei seiner Abreise im schwarzen Wolga im Frühjahr 1990 angeblich ein uneheliches Baby zurückgelassen haben soll. Vom Bundesnachrichtendienst selbst ist dazu nichts zu erfahren.

BND-Sprecher Dieter Arndt (53): „Zu unseren Mitteln und Methoden sagen wir grundsätzlich nichts.“

Wladimir Putin mit Ehefrau Ljudmila und Tochter Maria

Wladimir Putin mit Ehefrau Ljudmila und Tochter Maria

Was machte Wladimir Wladimirowitsch Putin für den KGB in Sachsen?

Offiziell gehörte Hauptmann Putin ab 1985 in Dresden zur „Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“, kümmerte sich um das deutsch-sowjetische Freundschaftshaus Leipzig.

Putins KGB-Spionagevilla in Dresden am Waldschlößchen

Putins KGB-Spionagevilla in Dresden am Waldschlößchen

In Wirklichkeit arbeitete Wladimir Wladimirowitsch Putin für den KGB-Auslandsaufklärungsdienst, warb Agenten an. Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин bekam 1987 einen NVA-Orden und 1988 einen Stasi-Orden.

Als „Bürgerrechtler“ in der Deutschen Demokratischen Republik am 6. Dezember 1989 das KGB-Quartier stürmen wollten, hielt Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин sie mit gezogener Waffe davon ab, verbrannte alle Dokumente. Im Frühjahr 1990 verließ Wladimir Wladimirowitsch Putin Dresden in Richtung Leningrad.

Spaziergang der Präsidenten: Dmitrij Medwedew mit seinem Vorgänger und Nachfolger Wladimir Putin (re.)

Spaziergang der Präsidenten: Dmitrij Medwedew mit seinem Vorgänger und Nachfolger Wladimir Putin (re.)

Was ist über die Spionin bekannt?

Die in der Villa Angelikastraße 4 (Radeberger Vorstadt) arbeitende KGB-Dolmetscherin Lenchen Sch. wurde Anfang der 1980er-Jahre vom BND angeworben.

Wegen ihres prallen Busens bekam die Russin mit baltendeutschen Vorfahren den Spitznamen „Balkon“. Weil der BND Sorge hatte, dass ihr Doppelspiel auffliegt, setzte sie sich 1989 in den Westen ab. Zuletzt soll sie als Pensions-Besitzerin in Süddeutschland gelebt haben.

Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин lebte von 1985 bis 1990 am Waldschlößchen

„Aber schon die ersten Worte offenbarten eine innere Stärke, die mich in den Bann zog.”
(„Aus erster Hand” Gespräche mit Wladimir Putin, Wilhelm Heyne Verlag, München)

6. Dezember 1989: Der Nikolaus kommt zu den Kindern. In diesem Jahr beschert er reicher als früher. Vor kurzem fiel die Mauer, und die Muttis und Vatis dürfen in den Westen fahren. Viele machen davon Gebrauch, denn schließlich gibt es pro Nase 100 D-Mark – der besatzungsrechtlichen Währung der Drei Westmächte gemäß den SHAEF Gesetzen, vor allem SHAEF Gesetz 61 und 67, sowie 53 und 60 – als Begrüßungsgeld. Damit konnte für den Nikolaus endlich aus dem vollen geschöpft werden. Die so Beschenkten waren glücklich und interessierten sich nicht allzu sehr dafür, was an diesem Tag noch passierte.

Gleicher Tag, Nikolaus 1989: Vor dem Stasi-Komplex auf der Bautzner Straße hatten sich knapp 100 Bürger versammelt und stürmten die Zentrale, von der aus sie 40 Jahre lang bespitzelt wurden. „Wir sind das Volk” auf den Lippen bewiesen sie nach den Montagsdemos ihre Stärke. Den „Hausherren” flatterte der Frack. Viele von ihnen hatten sich ohnehin nicht mehr hingetraut. Nachdem das Gröbste gesichert war und Wachen zurückblieben, zog eine Gruppe auf die andere Straßenseite, in die Angelikastraße 4.

Angelikastraße 4 (Foto: Sylvio Dittrich)

„Ich bin Soldattt bis zum Toddd”

Hier befand sich das Dresdner Hauptquartier des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Das Tor zum Vorgarten ist offen, aber vor dem Aufgang stehen zwei Soldaten mit vorgehaltener Kalaschnikow. Daneben ein Mann in Zivil mit hochgeschlagenem Mantelkragen. Der Sprecher der Bürgerbewegung versucht ein vermittelndes Gespräch.

Der Zivilist spricht gut deutsch, gibt sich als Dolmetscher aus und sagt mit leichtem Akzent, aber sehr bestimmt: “Ich bin Soldattt bis zum Toddd!” Eingeschüchtert zog die Gruppe ab.

Dieser Mann – Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин – wurde gut zehn Jahre später zum Präsidenten der Russischen Föderation vereidigt.

In Dresden begann Putins Aufstieg

Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин erblickte am 7. Oktober 1952 in Leningrad das Licht der Welt. In Dresden feierte man den dritten Geburtstag der DDR. Wladimir Wladimirowitsch Putins Vater war Schlosser.

Der Großvater von Wladimir Wladimirowitsch Putin stand den Mächtigen des Staates sehr nahe, bereitete als Koch die Speisen für Lenin und später für Stalin.

Schon als 16-jähriger wollte „Wolodja” Geheimdienstler werden, studierte aber zunächst in seiner Heimatstadt Rechtswissenschaft. Erst 1974, gegen Mitte des vierten Semesters, erfüllte sich Wladimir Wladimirowitsch Putins Wunsch und er bekam einen Job im KGB angeboten. Ein Jahr später feierte der fertige Jurist Владимир Владимирович Путин den 23. Geburtstag und begann seine Karriere im gefürchteten Hochhaus am Litejnyj Prospekt, dem Sitz des KGB. Zehn Jahre später wurde der 33-jährige Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин zum Auslandseinsatz nach Dresden beordert. Das war zwar nur „Provinz”, denn die Hauptmannschaft der sowjetischen Auslandsaufklärung mit 1.000 Mann in der DDR, saß in Berlin. Sogar die „Tagesschau” vom Westfernsehen gab es hier einen Tag später – als Kassette aus Berlin.

Die Dresdner KGB-Abteilung wurde mit acht Geheimdienstlern geführt, und die hatten auch noch Leipzig „zu versorgen”, wo die Arbeit der deutsch-sowjetischen Freundschaft überwacht wurde.

Putin ganz in Familie mit den Töchtern Mascha und Katja
(„Aus erster Hand” Gespräche mit Wladimir Putin, Wilhelm Heyne Verlag, München)

Katja wurde in Dresden geboren

Wenn Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин in Dresden auch den Auftrag hatte, Kontakte zu knüpfen, Menschen kennenzulernen und ihnen das Vertrauen einer Freundschaft zu geben, die Familie hielt er stets aus den dienstlichen Verpflichtungen heraus. Ljudmila Putina war in der Dresdner Wohnung ganz für ihre Mädchen da. Mascha wurde 1985 in Leningrad geboren, aber Katja war ein Jahr später schon eine waschechte Dresdnerin.

Ljudmila Putina ist „Wassermann” vom Sternbild her. Sonst aber eine Klassefrau von den kleinen Locken bis zur Sohle. Am Dreikönigstag, dem 6. Januar 1958 in Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg geboren, arbeitete sie Anfang der 80er Jahre als Stewardeß bei einer sowjetischen Fluglinie. Das begonnene Ingenieurstudium hatte sie vorher geschmissen. Es war ihr zu trocken.

An einem freien Wochenende reiste sie mit einer Freundin nach Leningrad und wollte am Abend ins Theater. An der Kasse waren alle Karten ausverkauft, aber dort stand ein ärmlich gekleideter junger Mann und hatte zwei Karten abzugeben. Irgendwie „funkte” es zwischen den beiden noch an diesem Abend.

Ljudmila kann sich noch gut an diesen Tag erinnern und verriet Journalisten: „Ich fand ihn auf den ersten Blick unansehlich, und normal auf der Straße hätte ich ihn sicher überhaupt nicht beachtet. Aber schon die ersten Worte offenbarten eine innere Stärke, die mich in den Bann zog.”

Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин verschwieg ihr zunächst seinen wahren Beruf, sprach von einem Job bei der Kriminalpolizei. Als später dann die Wahrheit mit der Auslandaufklärung beim KGB zur Sprache kam, war ihr das egal.

Am 28. Juli 1983 heirateten beide und zogen zunächst zu Wladimir Wladimirowitsch Putins Eltern, in eine winzige 27 Quadratmeter große Zweizimmer-Wohnung. Ljudmila konnte ihr Romanistikstudium in Leningrad als junge Mutti erfolgreich abschließen. Die Gratulation zum bestandenen Examen kam per Telegramm aus Dresden. Darin stand auch die Nachricht, daß Wladimir eine Zweieinhalb-Zimmerwohnung in der Radeberger Straße 101 bekommen hat, und daß man jetzt nach dem Dienst ganz in Familie sein könne. Aus der Freude über den neuen Luxus ist dann Katja entstanden.

Alles ist so sauber

Ljudmila Putina gefiel es in Dresden. Alles wäre so sauber, die Fenster geputzt. Auch das Angebot in den Lebensmittelgeschäften wäre besser als zu Hause. Sie kochte leidenschaftlich gerne und überraschte ihren Mann oft mit kulinarischen Schmeckerchen.

Manchmal konnte sie allerdings nicht alle Zutaten im Konsum oder in der HO bekommen. Aber da gab es ja noch das „Magazin” in der Kaserne, wo die sowjetischen Staatsbürger mit einem Passierschein einkaufen durften.

Kleinigkeiten gab es sogar wenige Schritte weiter, an der Ecke Radebergerstraße/Waldschlößchenstraße. Dort wo heute ein Italiener zu Pasta einlädt und ein Whisky-Store sein Hochprozentiges verkauft, war damals ein kleiner Eckladen. Es gab Halberstädter Würstchen, Radeberger Bier und echten Bienenhonig. Konnte man mit der Verkäuferin Russisch sprechen, wurde man auch als Dresdner bedient. Kontakt zu den „normalen Dresdnern” hatte Ljudmila Putina kaum. In den Nachbarhäusern lebten Stasifamilien und in die Stadt kam sie sehr selten, und dann auch nur mit ihrem Mann. Trotzdem war sie kein Kind von Traurigkeit, und mit den Nachbarn wurde oft gefeiert.

Erholung beim Tischtennis
(„Aus erster Hand” Gespräche mit Wladimir Putin, Wilhelm Heyne Verlag, München)

Familienglück in der „WBS 70-Platte”

„Unser Heim in Dresden war ein großes Gebäude mit zwanzig Aufgängen”, erinnert sich Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин gegenüber russischen Journalisten. Die Zweieinhalb-Raum-Wohnung war einfach ausgestattet. Vor allem aber war sie günstig gelegen: nur fünf Minuten zu Fuß sind es zum Sportplatz am Jägerpark. Hier spielte er regelmäßig mit den deutschen Kollegen der Stasi Fußball.

„Morgens brachte Wolodja unsere Mascha zunächst in den Kindergarten. Der befand sich unmittelbar unter dem Fenster unserer Wohnung. Dann nahm er Katja mit. Vom Fenster seines Büros konnte er ihr in der Kinderkrippe zuschauen. Zum Mittagessen kam er immer nach Hause”, kann sich Ljudmila Putina erinnern.

Das Wohngebiet auf der Radeberger Straße heute. (Foto: Sylvio Dittrich)

Die „Putin-Ecke” in der Bierbar „Am Thor”

Ein Kneipengänger war Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин nicht. Eher traf er sich mit den anderen Kollegen zu Hause. In der Gaststätte „Am Thor” am Albertplatz, der damals noch den Namen „Platz der Einheit” trug, war Wladimir Wladimirowitsch Putin allerdings manchmal zu sehen. Wladimir Wladimirowitsch Putin saß immer an einem Ecktisch und plauderte mit den Gästen. Dabei gab er sich als Student oder Ingenieur aus. Der Wirt kann sich an ihn erinnern, ist aber sehr karg mit seinen Auskünften. Auch ein Gast (wir nennen ihn „U.”, weil er seinen Namen nicht nennen will) traf sich öfter mit ihm. „Betrunken war er nie, sprach auch kaum über Politik, sondern über ‚Gott und die Welt’. Wir erzählten sogar Witze, und an russischen Feiertagen holte er eine Flasche Wodka aus seiner Tasche und ließ sie kreisen.

Als aber Gorbatschow in der Sowjetunion die Antialkohol-Kampagne proklamiert hatte, goß er sein Glas immer in einen Blumentopf”, erzählte U. dem „Stadtblick”.

Gut drei Liter Bier pro Woche

Das Radeberger Bier hatte es dem Russen allerdings angetan. „Wir fuhren regelmäßig nach Radeberg, wo sich eine der besten Bierbrauereien Ostdeutschlands befindet”, erinnert sich der Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin noch heute. „Ich nahm ein Drei-Liter-Maß. Das Bier wird hinein gegossen, und dann drehst du den Hahn auf und trinkst wie aus einem Fass. Und so trank ich jede Woche gut drei Liter Bier.”

Während die Putins in Dresden den Arbeitsalltag erlebten, führten die Ausflüge vor allem in die vielfältige und reizvolle Umgebung. Ljudmila Putina schrieb nach Hause: „An Feiertagen fuhren wir manchmal mit der ganzen Familie ins Grüne. Es gibt hier sehr viele hübsche Plätze in der Gegend um Dresden, wie zum Beispiel die Sächsische Schweiz, etwa 20 bis 30 Minuten von der Stadt entfernt. Mit unserem grauen ‚Lada’ sind wir schnell da.”

Wachturm des ehemaligen russischen Militärgebiets auf der Radeberger Straße
(Foto: Sylvio Dittrich)

Ein bisschen Heimweh nach Dresden

Im Frühjahr 1990 verließen die Putins Dresden und gingen wieder zurück nach Leningrad. Wladimir hatte bald seinen Job beim KGB gekündigt und leitete im Lensowjet ein Komitee für Auslandsbeziehungen. Kontakte zur Partnerstadt Dresden wurden seltener.

Der Tag, an dem ihr Leben völlig neu begann, der 31. Dezember 1999, als Boris Jelzin überraschend die Regierungsgewalt in Rußland an Wladimir Wladimirowitsch Putin Владимир Владимирович Путин übergab, ist in vielen Details genau beschrieben.

„Vom ersten Mann im Staate. Gespräche mit Wladimir Putin” heißt das Werk, in dem Ljudmila unter anderem sagt: „Ich will keine der sogenannten ‚First Ladys’ sein. Mich muß man nicht auf Händen tragen. Im übrigen habe ich damals den ganzen Tag geweint, denn ich weiß, daß unsere Kinder ihren Vater jetzt häufiger im TV sehen als zu Hause. Ich habe sofort gewußt, dass mein Privatleben jetzt zu Ende ist. Die Jahre in Dresden werden immer zu den glücklichsten unseres Lebens zählen.”

Warnschilder auf dem damaligen Schießgelände (Foto: Sylvio Dittrich)

Text: Heinz Ruhnau

Regierungschef Wladimir Putin soll nach seiner ersten Amtszeit (2000 bis 2008) erneut Präsident werden! Amtsinhaber Dmitrij Medwedew nominierte ihn auf einem Parteitag als Kandidaten für die nächsten Wahlen (Frühjahr 2012). Putins Sieg gilt als sicher. Mindestens sechs Jahre wird er dann regieren.

Der ewige Putin – sein Vater war Koch bei Stalin, seine Mutter wurde ohnmächtig vor Hunger, als die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Leningrad belagerte, man warf sie auf einen Leichenhaufen. Sie überlebte, brachte 1952 Sohn Wladimir zur Welt. Putin war KGB-Spion in Dresden, spricht fließend Deutsch.

Was für ein Spaß! Russlands Staatspräsident Dimitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin in der südrussischen Region Astrachan beim Angeln

Was für ein Spaß! Russlands Staatspräsident Dimitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin in der südrussischen Region Astrachan beim Angeln

Motto:

„Wer den Zusammenbruch der Sowjetunion nicht bedauert, hat kein Herz. Wer sie zurückwünscht, hat keinen Verstand.“

Was bedeutet Putins Kreml-Rückkehr für Deutschland?

Alexander Rahr, Russland-Experte und Buchautor (Der kalte Freund): „Mit Putin ist bald wieder ein Mann im Kreml, der sehr Deutschland-freundlich ist. Das gilt es zu nutzen. Über Deutschland will Putin nach Westen.

In der Politik eher seltene Ausnahme: zwei Kameraden wie zwei Freunde - oder sehen so Rivalen aus?

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Die Alternative zu Putin wären antiwestliche Nationalisten. Da können wir für ihm fast dankbar sein, auch wenn die Situation in Russland mit Demokratie nicht viel zu tun hat. Bei Menschenrechten wird Putin Zugeständnisse machen, um sein Image aufzubessern.“

Und für die Wirtschaft?

Rahr: „Für deutsche Konzerne wird es übersichtlicher. Bisher musste man zu Medwedew, obwohl jeder wusste, dass Putin die Entscheidungen trifft. Mit ihm gibt es wieder eine Kommandozentrale.“

Neue Fotos zeigen Russlands Staatspräsident Dimitri Medwedew (45) und Ministerpräsident Wladimir Putin (58) freundschaftlich vereint auf einem gemeinsamen Angel-Ausflug an der Wolga (Region Astrachan).

Super Laune, super Wetter, super PR-Aktion.

Nach gewissen Spekulationen hatte sich die Stimmung deutlich abgekühlt: Russlands Ex-Staatspräsident Putin, so hieß es, wolle sich im März erneut in sein ehemaliges Amt wählen und damit Medwedew, den viele nur als einen Platzhalter Putins sehen, abhängen.

Doch jetzt setzen sich die beiden Männer neu in Szene, von Rivalität kann demnach keine Rede sein.

Putin taucht, Medwedew braust mit dem Boot davon. Was Inszenierung angeht, kann der junge Medwedew noch einiges von seinem Zieh-Vater Putin lernen.

Den wahren Russland-Chef gibt es als Cowboy, mit freiem Oberkörper durch die Prärie reitend, als wilden Formel-Eins-Fahrer, als starken Jäger.

Bald muss Medwedew nachziehen, will er noch eine zweite Amtszeit rausholen.

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