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Froschrad

Einfach losradeln… BERLIN CALLING

old basrah

Basra, Irak, Iraq

Shanashil of the old part of Basra city in sou...
Basra

Immer wieder bestreiten Forscher die Gefahr durch Uranmunition und verweisen auf die geringe Strahlenbelastung.

US amerikanische Militärs hingegen waren nach dem Golfkrieg von 1991 über die Folgen ihrer mit Uran abgereicherten Munition sehr beunruhigt und entsandten Professor Doug Rokke – Arzt und Umweltphysiker – als Direktor einer Expertengruppe des US-Verteidigungsministeriums in den Irak.

Dort untersuchte er mit seinem Team die Folgen der Uranmunition.

Dabei erkrankten mehrere Mitglieder.

Zwei von ihnen starben.

Weltweiter Einsatz von DU-Munition - (Quelle: http://matha.files.com)

Weltweiter Einsatz von DU-Munition - (Quelle: http://matha.files.com)

Rokke verfasste später die militärischen Dienstanweisungen für den Umgang der US amerikanischen Soldaten mit Uranmunition. Gefahr für Leib und Leben drohe bei Aufnahme von verstrahlten Partikeln durch den Körper. Sie dürfen keinesfalls in Magen und Lunge  geraten. Getroffene Panzer müßten unmittelbar versiegelt und fortgeschafft werden.

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Mit dem 30-mm-Geschütz GAU-8/A Avenger (General Electric) in Gatling-Bauweise können bis zu 3.900 Schuss panzerbrechende Munition pro Minute abgefeuert werden. (3) (Quelle: http://www.bredow-web.de/Museum

Es ist also nicht der schwach radioaktiv strahlende Urankern dieser Projektile, sondern es sind die vom Menschen aufgenommenen verstrahlten Partikel in Nanogröße, die  lebensgefährlich sind.

Ein Geschoß enthält etwa 270 Gramm Uran-238.

Allein im Kosovo-Krieg sind davon fast 32.000 abgefeuert worden.

Soldaten können sich – unter Beachtung einer Dienstanweisung und unter dem Schutz entsprechender Kleidung – weitestgehend schützen.

Aber welchen Schutz hat die Bevölkerung?

Der kanadische Chemiker Hari Sharma hat die Folgen dieser Munition bei irakischen Kindern dokumentiert. Nach seinen Berechnungen werden nach dem Golfkrieg bis zu 35.000 Menschen daran sterben.

Der deutsche Tropenmediziner Siegwart Horst Günther hat gemeinsam mit Doug Rokke das durch Uranmunition bedingte Krankheitsbild untersucht. Der Arzt und Philanthrop Günther arbeitete von 1963 bis 1965 bei seinem Vorbild Albert Schweitzer in Lambarene. Es folgten Tätigkeiten als Arzt in Ägypten, Syrien, Israel und Irak. Von 1990 bis 1995 lehrte und arbeitete er an der Universitätsklinik Bagdad im Irak. Er gilt als der Entdecker und Erstbeschreiber von Erkrankungen, die der Anwendung von abgereichertem Uran in DU-Munition zugerechnet werden.

Der abgestürzte US-Erdkampfbomber soll eines der sechs Kampfjets vom Typ A-10 sein, welche derzeit bei der Militäraktion zur Durchsetzung des Flugverbots für die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi in Libyen im Einsatz sind. Diese Maschinen haben ihren Stützpunkt im pfälzischen Ramstein und in Spangdahlem.

Der abgestürzte US-Erdkampfbomber soll eines der sechs Kampfjets vom Typ A-10 sein, welche derzeit bei der Militäraktion zur Durchsetzung des Flugverbots für die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi in Libyen im Einsatz sind. Diese Maschinen haben ihren Stützpunkt im pfälzischen Ramstein und in Spangdahlem.

Nach dem Golfkrieg von 1991 fielen ihm vor allem bei Kindern bisher nicht bekannte Krankheiten auf. Günther ging davon aus, dass es sich dabei um die Folgen des Kontaktes mit abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) handelte. Er war ferner der Meinung, dass auch das sogenannte Golfkriegssyndrom auf einer solchen Vergiftung beruht.

DU-Munition steht im Verdacht, Ursache für radioaktive Verseuchung, schwer heilende Wunden, Immunschwäche, Blutarmut, Krebs und Fehlbildungen bei Neugeborenen zu sein. Im Golfkrieg 1991 wurden nach Angaben der Universität Oldenburg 330 Tonnen Uranmunition verschossen. (13)

Der Kölner Filmemacher, Kameramann und Autor Frieder Wagner hat in seiner Dokumentation »Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra« den deutschen Tropenarzt und Epidemiologen Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak begleitet. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uranmunition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen, unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-Fache übertrifft. (14)

Zum Thema, warum Regierungsstudien zur Uranmunition oft Gefälligkeitsarbeiten sind, hat Wagner eine wichtige  Beweis- und Faktensammlung zusammengetragen, die heute noch gültig ist. (15) Für ihn ist der Einsatz von Uranmunition zweifellos ein Kriegsverbrechen.

Dem schließt sich die Künstlerin Nina Hagen an: Bei der Uranmunition handelt es sich »um Massenvernichtungswaffen der gefährlichsten, der grausamsten Sorte, denn die Krankheits- und Todesfolgen sind zeitlich absolut unabsehbar für die DNA von Mensch und Natur – nicht nur in den bombardierten Kriegsgebieten, sondern WELTWEIT«.

Die Gefährlichkeit der Uranmunition hat die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen reagieren lassen. Sie hat schon 1996 in einer Resolution alle Waffen als menschenverachtend geächtet, die abgereichertes Uran enthalten.

Während des Kosovo-Krieges hat das Magazin Monitor in Vorbereitung auf die Sendung vom 24. April 1999 dem damaligen Außenminister Joseph Fischer die Gefährlichkeit der Uranmunition dokumentiert und um Stellungnahme gebeten. Zwei Wochen vor Sendetermin teilte Herr Fischer schriftlich mit: »Dem Auswärtigen Amt ist bekannt, dass solche Munition im Kosovo-Konflikt zum Einsatz kommen kann […]. [Es] ist jedoch davon auszugehen, dass Gefährdungen der von Ihnen beschriebenen Art für Mensch und Umwelt nicht auftreten.« Hat hier der Minister auf seine Erfahrungen als hessischer Umweltminister zurückgreifen können?

In der gleichen Sendung wurde der Umweltphysiker Rokke zitiert:

»Die Apaches und die A-10 feuern in jeder Minute Tausende Urangeschosse ab. Jedes Geschoss enthält rund ein halbes Pfund Uran-238. Wir bekämpfen die Serben, damit die vertriebenen Kosovaren zurückkehren können. Aber wie sollen die Kosovaren in diese Gegend zurückkehren können, in eine radioaktive Wüste, wo ihr Land, ihre Städte mit Urangeschossen übersät sind?« (16)

Zum Abschluss der Sendung kann Klaus Bednarz nur noch ironisch zusammenfassen: »Die NATO hat inzwischen den geplanten Einsatz dieser Waffen zugegeben. Sie seien, so ein NATO-Sprecher, ganz harmlos. Gefährlich sei es nur, wenn man ein paar Granaten essen würde. Informationspolitik im Krieg […]. Übrigens: Auch in Deutschland sind derartige radioaktive Waffen stationiert – unter anderem auf dem US-Flughafen Spangdahlem in der Eifel.«

Die Uranmunition sollte schon längst verboten sein. Da hier die »westliche Wertegemeinschaft« nicht mitspielt, wird sich in Libyen die Tragik wiederholen, die mit den ›humanitären‹ Einsätzen im Kosovo 1999 und den Friedenskriegen im Irak und Afghanistan ausgelöst wurden.

Nun stürzt in Deutschland ein US-Erdkampfjet mit derart verhängnisvoller Munition ab. Der Aufschrei in den Medien und der Politik bleibt wegen mangelnder Information aus! Und das im Hinblick auf die Endzeitstimmung, die seit dem Reaktor-Unglück in Japan herrscht!

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